PRESSE

„1989 brachte Michael Ende sein Buch mit dem zungenbrechenden Titel heraus. Am Jungen Staatstheater wurde jetzt die Theaterfassung im Studio vom freien Regisseur Christian Bronder mit einem Feuerwerk an Bühnentechnik und an Spielfreude in Szene gesetzt. Die Inszenierung für Zuschauer ab sieben Jahren bringt alles mit, was ein gelungener Theaterbesuch für Kinder bieten kann: Ein tolles Bühnenbild mit dem geheimnisvollen Laboratorium des Zauberers und sehr treffende Kostüme (beides von Franziska Kaiser) mit vielen Details zum Gucken, schräge Figuren, gruselige Effekte und auch einiges an Komik. Und natürlich mit einer Botschaft, wie stets bei den Texten von Michael Ende („Unendliche Geschichte“, „Momo“): Der Mensch vergiftet seine Umwelt selbst.“
Wiesbadener Tagblatt, 15.03.2011

 

„Wie diese tierischen James Bonds mit Hilfe des heiligen Sylvester, im Wettlauf mit der Zeit und unter Einsatz ihres Lebens, alle Gefahren abwenden, ist voller Fantasie inszeniert und wird von wunderbaren Schauspielern so dargeboten, dass es eine Einladung zum Mitfiebern ist.
Frankfurter Neue Presse, 19.03.2011

 

Vom Häschen zum Rottweiler
Gabriele Zink mit ihrem ersten Soloprogramm in Freiburg

„Solch bärbeißige und wortgewaltige Herbheit ist man auf einer Kleinkunstbühne eigentlich nur von Männern gewöhnt. Macht die Freiburger Schauspielerin Gabriele Zink bei ihrem ersten Soloprogramm mit dem launigen Titel „Ich? – Ah Geh!“ doch weder auf altbekannte Ulknudel, noch auf sexy Chansonette. Statt weiblichem Charme gibt’s im Vorderhaus rasiermesserscharfe Sprüche, statt vergnüglicher Bühnenshow skurrile Szenen voller Zynismus, statt klischeestrotzender Männchen- und Weibchen-Witze handfeste Sprödigkeit (Text: Volkmar Staub, Regie: Christian Bronder). So ist’s recht – und lehrreich ist es auch noch.

Denn ihre Verena Schenk hat es geschafft: Von den mit Losern und Prols vollgestopften Wartefluren des Arbeitsamtes bis zu Deutschlands gefragtester Jobdesignerin. Dabei hat man es als arbeitslose Schauspielerin wahrlich nicht leicht, hat man die Vierzig überschritten und all das Penetrieren und Urinieren auf bundesdeutschen Bühnen gründlich satt. Da bleibt nur die Zweitbesetzung als Leiche beim Tatort oder Volkhochschul-Kursleiterin für verklemmte Selbsterforscher – und schließlich albträumt man sich stetig weiter in den Abgrund der eigenen Sinnlosigkeit.

Doch dann bekommt Frau Schenk zum Glück ein gezieltes Schweinesystem-Coaching und aus dem verhuschten Häschen wird ein bissiger Rottweiler, eine kampfeswütige Ellenbogen-Darwinistin. Ab da geht’s natürlich steil nach oben. In herrlich schrägen Szenarien sächselt und schwäbelt sich Zink spannungsreich in ein Freudenfeuer der Schauspielerei hinein: Gibt mal die Jungfrau von Orleans samt Arbeitsamtberaterin Kotowski, mal Frau Tränkle von der Lidl-Kasse, die gruselig-smarte Mädchen-Händlerin Tamara oder die türkische Putzfrau Aishe. Das geht mit Biss und geballter Präsenz immer haarscharf an der Realität vorbei und bleibt bei allem Unterhaltungswert rau, provokativ und sehr persönlich. Eine temporeiche, satirische Szenen-Collage, bei deren scharfzüngigen Texten Kabarettist Volkmar Staub trefflich herauszuhören ist. Kratzbürstigkeit und Komik bekommt der Abend aber allein durch die Akteurin, die hier Autobiografisches mit allen Mitteln ihrer Kunst auf die Bühne zu bringen weiß. Am Ende hat die Schenk sogar Frau Merkel an der Strippe, schließlich ist sie mit ihrer Ich-AG „Piranha“ die selbstkreierte Meisterin des Scheins – und was braucht eine marode Marktwirtschaft dringender?“

Badische Zeitung vom Freitag, 26. Mai 2006

 

Heinzi kaut um sein Leben

„Ordinäre Flüche, Zoten, Schimpfwörter – stubenrein ist das nicht. Aber a bisserl derb muss man´s schon vertragen können, schließlich spielt die Tragikomödie „Indien“ (Uraufführung Wien, 1991) im ländlichsten Niederösterreich, in einer endlosen Reihe trostloser Wirtshäuser, wo zwischen Bierkrügen und Schnitzeltellern dicke Fliegen ihre Beine putzen. So was halten echte Männer nur aus, wenn sie auch mal verbal und dursttechnisch über die Stränge schlagen dürfen. Doch was sich unter dieser wurstigen Wüstheit versteckt, hat doch menschliche Güte: Dank einer ungewöhnlichen Männerfreundschaft blitzt tatsächlich immer wieder ein Stück Himmel auf.
Deswegen wird das Zweipersonenstück der österreichischen Kabarettisten Josef Hader und Alfred Dorfer seit seiner erfolgreichen Verfilmung 1993 von Berlin bis Basel gespielt. Nun ist es auch im Gewölbekeller des Freiburger Wallgraben Theaters angekommen. Sinnigerweise hat das Haus dafür den Freiburger Gastregisseur Christian Bronder gewonnen, der seit vielen Jahren mit illustren Kabarettisten arbeitet. Und weil eine niederösterreichische Groteske mit ihrem hintersinnigen Schmäh weder auf Hochdeutsch noch auf Badisch funktioniert, sind mit Otto Beckmann und Peter von Fontano zwei echte Mundartler auf der Bühne.
Diese zeigt sich trotz häufiger Umbauten als Wirtshaus-Mikrokosmos der untersten Kategorie: In Variationen gibt es Durchreiche, Holztische und an der Wand wahlweise Geweih oder Bergpanorama. Darunter sitzt Restaurant- und Gaststätteninspektor Heinzi Bösel und kaut um sein Leben: Wortkarg, vierschrötig, versoffen und voll dumpfbackiger Aggressivität.
Wunderbar und fast schon erschreckend authentisch, wie Peter von Fontano diesen schnitzelvernichtenden Grobschnittmacho auf die Bühne bringt. In krassem Kontrast dazu Kollege Kurtl (Otto Beckmann): Ein übereifriger Schwafler und pseudointellektueller Küchenpsychologe, der sich die Welt mit abstrusen Philosophien zurechtlabert und Indien als das Land der lächelnden Weisheit entwirft. Diese beiden tingeln auf gemeinsamer Dienstreise durch die Provinz: Schweigen sich an, reden aneinander vorbei, nerven, streiten und besaufen sich, ärgern die Wirte (Jochen Haas), kommen sich näher und wagen schließlich die Freundschaft.
Feinfühlig hält die Inszenierung den Spagat zwischen klamottigem Komödienstadl und zartbitterer Groteske (Musik: Attwenger.) Mit Situationskomik, Wortwitz und einer punktgenauen Körpersprache entspinnt sich ein Stück kabarettistisches Kammertheater, das gerade in seiner lausigen Alltäglichkeit jede Menge Spaß macht. Lebt der erste Akt von der explosiven Spannung zwischen den beiden unterschiedlichen Charakteren, verliert sich diese nach der Pause. Denn es gibt einen – vielleicht zu – abrupten Stimmungswechsel: Ausgerechnet der gesundheitsbewusste Kurtl liegt mit unheilbarem Hodenkrebs im Krankenhaus. Selten findet Sterben auf der Bühne statt, hier entwickelt sich aus Galgenhumor ein zärtlicher Blick auf das Wesentliche. Denn im Angesicht des Todes brechen Phlegma und Lack: Das ruppige Ekelpaket mutiert zum herzlichen Lausbub, der Schnösel zum Helden. Indien ist nah – sogar in Niederösterreich.“

Marion Klötzer, Badische Zeitung vom 22.05.2009

 

Compagnia Buffo brilliert mit wunderbar schrägem „Perikles“

„Dem Regisseur Christian Bronder ist die Umsetzung des klassischen Stoffes bravourös gelungen. (…) Theatralische Stilmittel wie Klanginstallationen, Gesang und Filmeinspielungen nehmen zudem dem Stück seine Rastlosigkeit und fesseln gleichzeitig die Zuschauer. (…) Ebenso beeindruckte Sabine Barth durch ihre leidenschaftliche, temperamentvolle Darstellung des jungen Perikles.“

Münstersche Zeitung / Kultur

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Presse-Kritiken

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